Optimierte mobile Webseiten in Zeiten der Allnet Flatrates

Modernes Webdesign heißt auch, Webseiten für den mobilen Zugriff zu optimieren. In Deutschland (siehe Grafik) sind wird bereits jeder 10. Webseiten-Aufruf durch ein mobiles Endgerät getätigt. Die Tendenz ist dabei steigend, man erwartet, dass sich der mobile Datentraffic mit jedem Jahr verdoppelt.

Warum das so ist kann man gut auf dieser Seite sehen: Alle Allnet Flatrates haben bereits eine Internet Flat inklusive. Wer nicht mit dem Handy ins Netz geht, verschwendet damit Geld. Der mobile Internet Zugang ist zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Das heißt für Webdesigner, auch die Darstellung auf mobilen Endgeräten sollte selbstverständlich geworden sein.

Responsive Design als Königsweg

Die Anpassung an Tablets und Laptops ist dabei relativ einfach, weil diese Geräte mit recht großen Displays arbeiten und auch normale Webseiten durchaus lesbar darstellen können. Komplexer wird es bei den Handys. Es gibt unzählige Größen von Displays und es ist kaum absehbar, in welche Richtung sich kommenden Gerätegeneration entwickeln werden. Das Zauberwort heißt daher „responsive Design“ – Webseiten, die sich in gewissen Umfang an die Größe des Gerätes anpassen, auf dem sie angezeigt werden. Das bedeutet aber auch, dass man sich als Designer darauf verlassen muss, dass dies korrekt funktioniert und von allen Geräten so umgesetzt wird, wie man das möchte. Das klappt nicht immer und damit ist ein Teil der Kontrolle über die Webseite im Designbereich verloren gegangen. Trotzdem ist „responsive“ mittlerweile kaum mehr weg zu denken, vor allem, weil viele Kunden explizit danach fragen.

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Traffic sparen – auch wegen der mobilen Zugriffe

Neben dem Design und der Darstellung ist vor allem die Größe einer Webseite für den mobilen Erfolg wichtig. Datenflatrates im Mobilfunk sind meistens noch langsamer als DSL Flatrates und daher sind große Webseiten ein Problem, weil sie nur langsam geladen werden. Dazu kommt, dass die Allnet Flats in fast allen Fällen nur geringe monatliche Volumen bieten. Danach wird gedrosselt.  Zu große Webseiten surfen Kunden daher einmal an und meiden sie, weil die Gefahr besteht, dass man so das monatliche Volumen zu schnell aufbraucht.

Die Lösung hier besteht aus Webseiten, die schnell laden und auf kleine Bilder und komprimierte Scripte und css-Dateien setzen. Das hilft übrigens auch im normalen Web-Bereich und ist nicht nur bei mobilen Zugriffen von Vorteil. Ebenfalls gerne genutzt: eine mobile Weiche. Man leitet Zugriffe von mobilen Endgeräten auf eine optimierte Version. Dann benötigt man allerdings zwei Designs.

Letztendlich bedeutet mobile Optimierung für Webdesigner in erster Linie mehr Arbeit und für Kunden höhere Kosten. Trotzdem scheint aktuell kein Weg daran vorbei zu gehen.

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