Lampenfieber und Redeangst

Wer kennt kein Lampenfieber ?

LampenfieberMan wünscht sich, woanders zu sein, hat schweißnasse Hände, ein dicker Kloß sitz im Hals, das Herz rast wie verrückt. Das sind die klassischen Symptome von Lampenfieber und Redeangst. Dabei ist meist nicht die Angst vor der eigentlichen Rede der Grund für das Lampenfieber sonder weit mehr noch die Angst vor der unbekannten Größe, dem Publikum. Sichere Mittel, mit denen nachweislich und in jedem individuellen Fall das Lampenfieber unter Kontrolle gebracht werden kann, gibt es bis heute noch nicht. Atem- und Muskeldehnungs- und -entspannungsübungen werden günstige Einflüsse aufs Lampenfieber zugeschrieben. Viele Redner und auch Künstler versuchen mit Autosuggestion das Lampenfieber einzudämmen, wenn sie etwa vor dem Auftritt oder der Rede intensiv visualisieren, wie sie im nächsten Augenblick erfolgreich auftreten werden. Personen, die an schier unüberwindlichem Lampenfieber leiden, beschäftigen sich dagegen oft hartnäckig mit den Erinnerungen an eine Blamage, statt sich Erinnerungen an erfolgreich gemeisterte Situationen ins Gedächtnis zu rufen. Das Lampenfieber wird besonders stark empfunden, wenn Redner, Bühnenkünstlern oder Musikern vor dem Auftritt länger Warten müsse, aber es schwindet auch im Anschluss in dem Maße, in dem die Tätigkeit den Akteur Aufmerksamkeit abverlangt.

Lange Auftritten senken das Lampenfieber

Da der Adrenalin Ausstoß naturgemäß nur von kurzer Dauer ist, kommen Personen, die stark an Lampenfieber leiden, mit langen Auftritten weit besser zurecht als mit sehr kurzen, denn hier bleibt keine Zeit sich durch die Arbeit abzulenken und damit wieder zu beruhigen. Ein Herauszögern des Vortragsbeginns kann etwa einem nervösen Redner Zeit verschaffen, um sich wieder zu sammeln, etwa durch ein nochmaliges überfliegen des Manuskriptes Es gibt auch viele Künstler auch nach jahrzehntelanger Berufserfahrung immer noch an starkem Lampenfieber leiden hier sind berühmte Beispiele Frédéric Chopin, Enrico Caruso, Pablo Casals, Vladimir Horowitz, Laurence Olivier, Heinz Erhardt, Maria Callas, John Lennon, Meryl Streep und Robbie Williams . Bei diesen istz aber die enorme Routine das stärkste Gegenmittel. Chronisches Lampenfieber, bei dem man weniger vor vor möglichen Patzern fürchte sondern mehr vor dem Lampenfieber selbst ist ein erlerntes Verhalten, das man sich bei einem entsprechend qualifizierten Therapeuten oder „Coach“ durch geeignetes Training auch wieder abgewöhnen kann.

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